neue Jugendstudie – was haben wir euch blos angetan
Ich fühle mich zwar noch sehr jung, aber als Jugendlicher würde ich mich wohl nicht mehr bezeichnen. Damit fällt wohl auch mir ein kleiner Teil der Verantwortung für diese Katastrophe zu:
Eine Studie des Jugendforschungs-Instituts Timescout zeigt, dass Österreichs Jugendliche zunehmend pragmatischer und angepasster leben.
Pragmatisch? Angepasst? Wie konnte das passieren?
… Rückgang bei Außer-Haus-Aktivitäten hängt, laut der aktuellen Timescout-Studie, mit der großen Attraktivität des Computers zusammen
Da liegt wohl ein Missverständnis vor: Das Internet (vor allem Wikipedia) dient nur dazu, vor dem fortgehen sinnloses Halbwissen anzusammeln, damit am damit in der Disco prahlen kann.
Rebellion und Gesellschaftskritik sind Jugendlichen zunehmend fremd geworden. Stattdessen rückt das Konsum- und Freizeitverhalten in den Mittelpunkt.
Da sind wir wohl wirklich schuld daran. Wir machen es den Jugendlichen ja vor? Das verdiente Geld wird in Elektronik und schicke Kleidung investiert. Und damit wir unseren Lebensstandard halten können, müssen wir die Jugendlichen mit Werbung vollpumpen, damit diese ihr Geld für von uns produzierte Produkte ausgeben.
Weit über 80 Prozent der Befragten nutzen das Internet als Informationsmedium.
Hier besteht wohl noch Hoffnung, zumindest wenn es auch in Zukunft nicht vollkommen von Werbung und Großkonzernen dominiert wird.
Hört ihr die Alarmglocken klingeln? Wenn sie an diesem Bild nichts ändert, dann wird die nächste Generation ein Haufen meinungloser Arbeitstiere werden. Es wird kaum mehr Divergenzen geben. Alles Einheitsbrei.
Damit wird sich unsere Gesellschaft kaum mehr weiterentwickeln. Die meisten Errungenschaften der Vergangenheit wurden von nonkonformen Personen erreicht. Leute die bereit waren einen anderen Weg zu gehen. Sich der Gesellschaft, den Normen und dem Status quo zu wiedersetzen. Dies ist ein essenzieller Bestandteil unserer Entwicklung.
Ich bitte euch also: Animiert eure Kinder (und andere Jugendliche) dazu anders zu sein. Gebt ihnen die Freiheit und den Freiraum sich zu entfalten. Sonst enden wir noch wie die Amerikaner, deren Jugendliche wohl weniger eigene Meinung haben als die Jugendlichen aus Nord Korea und China zusammen.
mehr zur Studie unter http://oe3.orf.at/aktuell/stories/312042/
am 15. Oktober 2008 um 17:01 Uhr.
Also das glaube ich nicht, dass Jugendliche aus China mehr Meinung haben als Jugendliche aus Amerika (nehme mal an die USA ist gemeint).
Internet hat auch was Gutes, Informationsaustausch ist schon wichtig.
Und sich heute gegen etwas zu stellen, in Form von Demonstrationen hat eh nur mehr wenig Sinn, im Vergleich zu früheren Zeiten.