“39,90″…
… ist der Buchtitel eines der Skandalbücher des neuen Jahrtausends. Der Franzose Frédéric Beigbeder (*1965) arbeitete jahrelang als Texter für eine pariser Werbeagentur – bis er es nicht mehr aushielt und dieses Buch schrieb. Um gekündigt zu werden, wie er schon auf der ersten Seite klar macht. Das ist ihm gelungen. Das Buch ist eines der bösesten und brutal satirischsten, die ich je gelesen habe. Es ist voll von Obszönitäten, Gewalt, Tabubrüche, aber vor allem schonungsloser Zeitkritik und trifft präzise auf den Punkt. Außerdem ist es lustig, wirklich. Aber das ist vielleicht Geschmackssache… Ich jedenfalls habe jede Zeile genossen.
Mit etwas Verspätung gegenüber Resteuropa kommt die Verfilmung von “39,90″ nun morgen endlich auch in die österreichischen Kinos (in Graz Schubert und Geidorf). Man kann nur hoffen, dass der Film ebenso böse und brutal offen geworden ist wie die Vorlage – was laut filmstarts.de, der “Presse” oder auch TV-Media durchaus so ist… Auf jeden Fall an alle die Aufforderung sich das anzuschauen. Oder das Buch zu lesen. Ein Stück 21. Jahrhundert, das uns alle angeht. This planet is straight going to hell!
am 22. Oktober 2008 um 07:35 Uhr.
Das Lob der Kritiker ist berechtigt, “39,90″ ist ein guter Film. Aber das Buch ist besser. Das ist ja immer so. Selten eine Verfilmung erlebt, die wirklich den Status der Kongenialität erreicht. Vieles ist gut getroffen, vieles sehr witzig. Manches verändert, verharmlost. Insgesamt gut gelungen, kann meine Aufforderung zum Konsum von Buch oder Film nur wiederholen!